Termine
Wesermarathon
29.04.2012
Wesermarathon - Anmeldung bei Wolf-Henning Voß
Teufelsmoor-Rallye
29.04.2012
In Osterholz-Scharmbeck findet die Teufelsmoor-Rallye statt. Anmeldungen bitte an Wolf-Henning Voß.
Wanderfahrt Berlin
16.05.2012 - 20.05.2012
Die diesjährige Wanderfahrt mit Überlinger Wanderrudererfreunden findet in Berlin statt. Geplant sind Tagesfahrten über Potsdam nach Werder und Tegel. Also laßt uns Berliner Luft schnuppern. Gutes Ruderwetter ist bereits bestellt.
Anmeldung bei Wolf-Henning Voß tel 05127 214751
Wanderfahrt auf der Saar
100 km in drei Tagen auf drei Flüssen
Wir, Wolfgang Kullik, Fritz Weskott und Martin Stolze waren die Hildesheimer
Teilnehmer des Traditionstreffen mit den Überlingern Ruderfreunden. Nach
sechstündiger Autofahrt trafen wir um 14.00 Uhr am Standquatier in Dreisbach ein.
Der VahrtenLeiter Werner Rudolph und seine Frau Renate waren bereits vor Ort und
bis 18.00 Uhr trafen auch die Friedrichshafener, die Schweizer und der Überlingener
Mannschaftsbus ein. Der VL hatte mit dem saarländischen Landesverband
ausdrücklich vereinbart, dass uns, auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüfte, Boote zur
Verfügung gestellt werden. Wir hatten drei Skull- und einen Riemenvierer. Für mich
als Ruderanfänger waren es stabile Holzboote, die anderen fanden etliche Mängel.
Bei der Saar handelt es sich um einen Fluss mit Schleusen, was sich auf die
Fließgeschwindigkeit auswirkt. Wir ruderten fast wie auf einem stehenden Gewässer.
Es gab Frachtschiffe, Passagierschiffe, Motoryachten, kleinere Sportboote und
Flachwasserzonen. Am Himmelfahrtstag fuhren wir flussabwärts durch die
Saarschleife und zwei Schleusen nach Saarburg. Wir ließen die Boote am Ruderhaus
des Saarburger Rudervereins und fuhren nach einer Burg-/ Stadt-/Café-Besichtigung
mit dem Zug nach Besseringen und von dort mit dem Auto zurück nach Dreisbach.
Am Freitag gings mit den Autos nach Saarburg und wir stiegen in die Boote um. Die
Fahrt führte bis zur Mündung der Saar in die Mosel und weiter abwärts nach
Luxemburg. Auf der Sauer fuhren wir bis zum ersten Wehr und ließen uns dann in
Wasserbillig zum Mittagslunch nieder. Von dort ging es wieder stromauf nach
Saarburg zurück. Ein Teil der Gruppe ging in den nahe gelegenen Biergarten, der
andere Teil besuchte das Outlet-Center in Mettlach. Nach dem Aufsuchen des
Aussichtspunktes „Cloef“ über der Saarschleife, fanden sich alle wieder im Quartier
ein.
Der dritte Tag begann mit einer Zugfahrt bis Saarburg. Die letzten 34 Kilometer
der Fahrt lagen vor uns. An den drei Tagen wurden die Boote dreimal ab- und
dreimal aufgeschleust. Beim fünften Schleusengang gingen zwei Enterhaken
verloren. Wir befanden uns in einer defekten Kleinbootschleuse. Der Schwall war so
stark, dass der Steuermann und der Einser das Boot nicht an der Schleusenwand
hatten halten können. Von dem Schleusendefekt erfuhr der VL erst, als er den
Schleusenwärter auf unseren Verlust hingewiesen hatte. Auf diesen Schreck
brauchten wir dann eine längere Pause. Die übriggebliebenen Enterhaken wurden neu
aufgeteilt und wir fuhren weiter zur Schleuse bei Mettlach. Nach dieser Schleusung
teilte sich die Gruppe. Zwei Bootsbesatzungen eilten der Ziellinie entgegen, die
anderen legten noch einmal eine Pause ein, um dann ebenfalls die Fahrt zu beenden.
Die harten Sitze behalte ich in guter Erinnerung, ich war über jeden Landgang froh.
Bei der abendlichen Fahrtbesprechung überreichte Werner Rudolph an alle eine
Anstecknadel des Förderkreises Wanderrudern e.V., die dieses Jahr zum 100jährigen
Jubiläum des Wanderruderns für jede Wanderfahrt von 100 km ausgelobt ist. Die
Fahrt war bestens organisiert, und unsererseits darf sich Wolf-Henning an die
Vorbereitung der nächstjährigen Fahrt mit den Freunden aus Überlingen machen.
Beim gemütlichen Grillabend haben wir Vorschläge ausgetauscht, Berliner Gewäs-
ser oder Fortsetzung der Fahrt auf der Mosel.
Martin Stolze 8. Juni 2011
Bilder siehe Verzeichnis Ältere Alben
Wanderfahrt Saar - Bericht aus Überlingen
23. Gemeinschaftswanderfahrt des Überlinger und Hildesheimer Ruderclubs, 1 - 5. Juni 2011
Auf Saar und Mosel – 100 km für 100 Jahre Wanderrudern
Die traditionelle Vatertagswanderfahrt der Überlinger und Hildesheimer Ruderfreunde fand dieses Jahr als 100 km Jubiläumsfahrt anlässlich
des 100-jährigen Geburtstags "Wanderrudern" des deutschen Ruderverbands auf Saar und Mosel statt. 20 Ruderbegeisterte – nicht nur Väter! – sowie Gäste vom RV Friedrichshafen und Seeclub Arbon waren mit von der Partie.
Werner Rudolph hat turnusgemäß für den ÜRC diese Fahrt konzipiert und geleitet. Es war sicher nicht einfach, eine so abwechslungsreiche Tour zu finden – möglichst ohne eigene Boote –, aufwändigen Landdienst und wechselnden Quartieren.
Das Bootshaus an der Saarschleife in Dreisbach im Dreiländereck Deutschland, Luxemburg, Frankreich war ein ideales und preiswertes Standquartier mit Frühstück, Lunchpaket und Abendessen. Allerdings schienen die vier gesteuerten Holzvierer vom Ruderbund Saar fast so alt wie das Wanderrudern selbst.
Dreisbach – Saarschleife – Saarburg
Bei Sommersonne und glattem Wasser begann unser 1. Rudertag flussabwärts. Die Saarschleife, Symbol des Saarlands, war schnell erreicht, wo sich der Fluss schleifenartig zwischen steilen Hängen durch ein enges Tal schlängelt. Wegen des eingeschränkten Blicks vom Boot aus, drehten wir uns nach allen Seiten, um mehr von der Naturschönheit zu sehen, "wo das 'Himmelsgrün' des Wassers dem 'Tannenblau' der bewaldeten Hänge gleicht". Eine Figur von St. Nikolaus, Schutzpatron der Seeleute, steht in der Außenkurve und wacht hoffentlich auch über Ruderer! Vielstimmiges Vogelgezwitscher begleitete uns. Bis auf einen Fuß- und Fahrradweg an beiden Ufern ist hier alles naturbelassen. Kurz vor Mettlach kam Wind auf und die erste Schleuse erwartete uns. Von dieser kleinen Industriestadt konnten wir einen Blick auf die Alte Abtei, das Keramikmuseum und Schloss Ziegelberg erhaschen. Ab hier schmiegen sich zahlreiche, oft fächerförmig angelegte, sonnenverwöhnte Rebhänge an die Felsen.
Bei Saarburg (Rheinland-Pfalz) wurden wir ein zweites Mal flussabwärts geschleust. Am dortigen Ruderclub legten wir die Boote an Land und machten uns stadtfein. Saarburg, ein mittelalterliches Kleinod mit Fachwerkfassaden, tosendem Wasserfall inmitten der Stadt und einer mächtigen Burg hoch oben, hat einiges zu bieten und wird von Touristen fast belagert. Außerdem gedeiht hier der "Saarburger Rausch". Am späten Nachmittag ging es mit dem Zug zurück nach Besseringen unweit von Dreisbach.
Saarburg – Mosel – Sauer – Saarburg
Am zweiten Rudertag nahmen wir die PKWs mit nach Saarburg. Von dort aus ruderten wir mit Sonne und Gegenwind an diesem malerischen Städtchen vorbei in Richtung Saarmündung bei Konz. Auf der Mosel ging es flussaufwärts weiter. Hier waren mehr Schubverbände und Ausflugsschiffe unterwegs als auf der Saar. In Wasserbillig auf der luxemburgischen Seite der Mosel bogen wir in die Sauer ein. Leider ist dieser kleine Fluss – ein Paradies für Wasservögel – ab der Mündung nur wenige Kilometer ruderbar.
Nach einer ausgiebigen Mittagsrast ruderten wir den gleichen Weg zurück, von der Sauer auf die Mosel und wieder auf der Saar weiter nach Saarburg, wo wir die Boote wie am Vortag am Ruderclub zurückließen.
Mit den PKWS fuhren wir über Mettlach (Shopping im Outletcenter!) zum Aussichtspunkt Cloef, um von oben den spektakulären Blick auf die Saarschleife zu genießen.
Saarburg – Mettlach – Dreisbach
Am dritten Rudertag nahmen wir wieder den Regionalzug nach Saarburg. Nach einer Ehrenrunde vor Saarburg und einem letzten Blick auf die Burg ruderten wir flussaufwärts zurück nach Dreisbach. Obwohl die Strecke die gleiche war, kam uns die Umgebung durch den anderen Blickwinkel wieder neu vor. Die Patchwork-Weinberge und Winzerdörfer sowie ein riesiger Steinbruch für Buntsandstein konnten nun in der Gegenrichtung betrachtet werden. Wie an den beiden anderen Tagen stach die Sonne vom Himmel, aber der Mittagswind kühlte uns dann und wann. Einige Schubeinheiten und Flusskreuzfahrtschiffe begegneten uns bergauf und bergab. Das Schleusen auf der Rückfahrt war für manche etwas ungewohnt. An der Sportbootschleuse von Saarburg gab es einen Defekt in der Schleusenkammer, was nicht ganz ungefährlich war.
Alle Abende verbrachten wir gesellig im Restaurant des Ruderhauses. Selbst Hartgesottene zog es nicht außer Haus!
Am Abschlussabend überraschte uns die Küche mit Gegrilltem auf der Terrasse. Allerdings vertrieb uns bald ein Gewitter mit Schauern, und wir mussten ins Restaurant umziehen.
Zum Ausklang überreichte Werner Rudolph allen Teilnehmern den Anstecker "Wanderrudern seit 100 Jahren Kult".
Eine beschauliche und harmonische Ruderfahrt in einem idyllischen Ruderrevier inmitten einer bekannten Weinregion war zu Ende. Die Stimmung war mindestens so super wie das Sommerwetter und die gute Unterbringung.
Im kommenden Jahr werden unsere Hildesheimer Freunde die Planung übernehmen.
Stadtrundgang in Trier
Ein Teil der Gruppe reiste bereits am Sonntagmorgen ab. Der andere fuhr frühmorgens nach Trier, um die älteste Stadt Deutschlands, das römische Augusta Treverorum, heute UNESCO-Welterbestätte, zu besuchen und in Ruhe den berühmten Dom zu besichtigen. Bei der anschließenden Stadtführung "2000 Schritte – 2000 Jahre" bestaunten wir die Porta Nigra, die Architektur des Doms sowie der Liebfrauenkirche, die ehemalige römische Palastaula, heute eine evangelische Kirche, und das angrenzende ehemals kurfürstliche Rokokoschloss.
Ilse Wagner ÜRC
Bilder siehe Galerie Saar_2011_2